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Was wir verpassen, wenn wir immer auf Sicherheit setzen

  • Sonja Grammel
  • 15. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Zwischen Sicherheit und Vertrauen liegt das Leben.



Weißt du, was mir in letzter Zeit immer öfter auffällt?

Wie viele Menschen Möglichkeiten nicht ergreifen.

Nicht, weil sie es nicht könnten.

Sondern weil Sicherheit oft lauter ist als dieses innere Eigentlich würde ich gern.


Da wird erst mal alles abgecheckt.

Gedanklich durchgespielt.

Abgewogen.

Und am Ende bleibt man stehen, weil es sich nicht hundertprozentig sicher anfühlt.


Und klar, natürlich kann dabei auch mal was schiefgehen.

Aber genau an dieser Stelle höre ich bei vielen ein inneres Stopp.

Ich kenne das Prinzip.

Ich habe in meinem Leben selbst schon einiges gemacht, was nicht sicher war.

Und ehrlich gesagt hoffe ich, dass noch ganz viel dazukommt, was nicht sicher ist.

Nicht, weil ich Risiko brauche.

Sondern weil Leben sonst irgendwie… eng wird.

Was ich spannend finde:

Dieses ständige Absichern fühlt sich gar nicht wie Angst an.

Es fühlt sich vernünftig an.

Erwachsen.

Verantwortungsvoll.

Wie ein gut gebautes inneres System.

Eines, das irgendwann mal Sinn gemacht hat.

Aufpassen.

Vorausschauen.

Lieber nichts riskieren.

Und irgendwann läuft das einfach weiter, ohne dass man es groß hinterfragt.

Das Problem ist nicht Sicherheit an sich.

Das Problem ist, wenn sie zum einzigen Maßstab wird.

Denn wenn du immer im sicheren Bereich bleibst, bleibst du meistens auch da, wo du schon bist.

Im Bekannten.

Im Gewohnten.

In dem, was du kennst.

Das fühlt sich ruhig an.

Aber Entwicklung passiert da selten.

Manche Dinge kannst du nicht planen.

Nicht denken.

Nicht absichern.

Die musst du erleben.

Und ja, wenn du losgehst, klappt nicht alles.

Manches funktioniert nicht.

Manches fühlt sich im Nachhinein nicht gut an.

Und manchmal stehst du da und denkst: Okay… und jetzt?

Aber genau das gehört doch dazu.


Dann kommt die nächste Frage:

Wie kriege ich das jetzt wieder sortiert?

Wie rette ich diese Situation?

Was lerne ich daraus?

Und auch das ist Leben.

Vielleicht sogar ein ziemlich wichtiger Teil davon.

Was ich bei mir merke:Je öfter ich mir erlaube, nicht alles abzusichern, desto leichter wird Vertrauen.

Am Anfang kostet das Überwindung.

Fast wie gegen einen inneren Automatismus zu arbeiten.

Diese alten Wege im Kopf sind halt gut ausgetreten.

Aber man kann neue gehen.

Und irgendwann fühlt sich das gar nicht mehr wackelig an.

Dann kannst du sagen:

Na ja, mal gucken, was draus wird.

Und ich meine das nicht gleichgültig, sondern offen.


Für mich fühlt sich genau das nach Freiheit an.

Nicht diese große, laute Freiheit.

Sondern eine leise, innere.

Das Gefühl, nicht alles kontrollieren zu müssen.

Nicht immer schon vorher wissen zu müssen, wie es ausgeht.


Wenn man ein kleines Stück Sicherheit loslässt und das mit Vertrauen koppelt,ist schon viel gewonnen.


Nicht alles wird sicher.

Aber vieles wird möglich.


Und vielleicht ist genau das Leben.

Nicht perfekt abgesichert.


Aber erlebt.

 
 
 

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