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Was steht heute an? Ach nee, Frei.

  • Sonja Grammel
  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Ich schreibe das gerade in ein paar freien Tagen auf dem Meer, irgendwo zwischen Wärme und Abstand.

Ich bin am ersten Morgen wach geworden und dachte ganz automatisch:

Was steht heute an?

Erst einen Moment später kam der zweite Gedanke:

Ach nee. Urlaub.

Ich musste über mich selber lachen.

Weil es zeigt, wie tief dieses innere Funktionieren sitzt.

Runterfahren ist kein Schalter

Viele stellen sich freie Tage so vor: Pause, Entspannung, sofort leichter.

Aber oft braucht das System erstmal Zeit.

Der Kalender ist frei, aber innerlich läuft noch alles weiter.

Der Kopf plant.

Der Körper bleibt auf Bereitschaft.

Runterfahren passiert nicht auf Knopfdruck.

Es ist ein Übergang.

Nach ein paar Tagen wird es leichter

Und dann passiert etwas ganz Leises:

Es wird freier.

Gedanken können wieder fließen.

Nicht nur im Tun.

Nicht nur im Abarbeiten.

Ich merke wieder, was ich eigentlich denke.

Was ich fühle.

Was ich brauche.

Vielleicht ist genau das Erholung.

Nicht nur ausruhen.

Sondern wieder bei sich ankommen.

Eine Woche auf dem Meer

Da ist Weite.

Und diese Weite macht innen Platz.

Das Meer fordert nichts.

Und genau deshalb kann etwas in uns loslassen.

Nicht weil plötzlich alles gelöst ist.

Sondern weil irgendwann spürbar wird:

Ich muss gerade nichts.

Und was hat das mit dir zu tun, wenn gerade Februar ist?

Vielleicht liest du das und denkst: Schön. Aber ich habe gerade keine Auszeit.

Versteh ich.

Aber eigentlich geht es gar nicht nur um Urlaub.

Urlaub macht nur sichtbar, was sonst oft untergeht:

Wie sehr wir im Alltag im Modus sind.

Wie wenig echte Pause dazwischen passiert.

Dieses Runterfahren braucht nicht zwingend Tage auf dem Meer.

Manchmal reicht schon ein freier Sonntag.

Ein Abend ohne Handy.

Ein Moment, in dem du merkst:

Ich bin die ganze Zeit im Tun.

Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht:

Wann ist wieder Urlaub?

Sondern:

Wo in meinem normalen Leben ist überhaupt Raum, um wieder bei mir anzukommen?

Es geht nicht darum, alles zu schaffen.

Sondern wieder sich selbst zu spüren.

Und ganz ehrlich zum Schluss

Während ich das hier schreibe, denke ich kurz:

Was mache ich eigentlich?

Ich sitze hier in freien Tagen, alles ist ruhig, ich könnte einfach nur schauen.

Und ich schreibe.

Ich musste schon wieder über mich lachen.

Vielleicht, weil dieses innere Tun so schnell anspringt.

Aber vielleicht ist das Schreiben für mich auch genau das Gegenteil.

Nicht noch eine Aufgabe.

Sondern Entspannung.

Weil Gedanken, wenn sie einmal auf dem Papier sind, nicht mehr so im Kopf kreisen müssen.

Vielleicht reicht es manchmal, es einmal zu merken.

Manchmal ist etwas nicht sofort weg.

Aber es wird leichter, sobald man es sieht.

 
 
 

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