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Warum dich bestimmte Menschen triggern und was wirklich dahinter steckt

  • Sonja Grammel
  • 3. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Mai

Du kennst das.

Jemand sagt etwas.

Eigentlich nichts Besonderes.

Und plötzlich bist du voll drin.

Genervt.

Verletzt

Wütend.

Getroffen.

Und du bist dir sicher:

Das liegt am anderen.

Manchmal stimmt das.

Oft aber nicht.


Ein Trigger ist kein Zufall

Ein Trigger ist kein Beweis dafür, dass der andere falsch ist.

Er ist ein Hinweis.

Auf etwas in dir, das berührt wurde.

Etwas, das du kennst.

Vielleicht schon lange.

Vielleicht so lange, dass du es gar nicht mehr hinterfragst.


Warum genau dich das trifft

Zwei Menschen erleben dieselbe Situation.

Der eine zuckt mit den Schultern.

Der andere ist sofort emotional drin.

Der Unterschied liegt nicht im Außen.

Er liegt im Inneren.

Trigger entstehen da, wo etwas in dir andockt.

Alte Erfahrungen.

Nicht ausgesprochene Gefühle.

Ungelöste Themen.

Überzeugungen über dich selbst.

Das, was dich trifft, ist oft nicht neu.

Der andere macht es nur sichtbar.


Typische Beispiele

Du regst dich über jemanden auf, der laut ist.

Vielleicht, weil du selbst gelernt hast, leise zu sein.


Du kannst Kritik kaum aushalten.

Vielleicht, weil sie sich für dich sofort wie Ablehnung anfühlt.


Du bist extrem empfindlich bei Zurückweisung.

Vielleicht, weil du früher genau das erlebt hast.


Du wirst eifersüchtig.

Nicht immer, weil der andere wirklich etwas falsch macht.

Sondern weil in dir etwas berührt wird.

Die Angst, nicht zu genügen oder ersetzt zu werden.


Es geht nicht um Schuld.

Es geht um Verstehen.


Der Punkt, an dem sich etwas verändert

Die meisten bleiben hier stehen.

Der andere ist das Problem.

Das fühlt sich im ersten Moment gut an.

Langfristig bringt es dich nicht weiter.

Die wichtigere Frage ist:

Was genau hat dich gerade getroffen?

Nicht oberflächlich.

Sondern ehrlich.


Wie du damit arbeiten kannst

Du musst das nicht sofort lösen.

Aber du kannst anfangen hinzuschauen.

Was hast du gerade gefühlt?

Woran erinnert dich das?

Kennst du dieses Gefühl von früher?

Was glaubst du in diesem Moment über dich?

Das ist kein Denken.

Das ist ein ehrliches Hinschauen.


Und nein, das heißt nicht, dass alles an dir liegt

Es gibt Verhalten, das nicht in Ordnung ist.

Grenzen sind wichtig.

Aber nicht jede starke Reaktion kommt nur vom Außen.

Wenn dich etwas immer wieder trifft, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.


Der entscheidende Unterschied

Du kannst weiter im Außen kämpfen.

Oder anfangen zu verstehen, warum dich bestimmte Dinge so treffen.

Das verändert nicht den anderen.

Aber es verändert dich.

Und plötzlich reagieren Situationen anders,die dich früher komplett aus der Bahn geworfen hätten.


Mein Gedanke zum Schluss

Du kannst nicht kontrollieren, was andere tun.

Aber du kannst verstehen, warum es dich trifft.

Und genau da beginnt Veränderung.

 
 
 

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