Wirklich ruhig bist du vielleicht nur noch im Schlaf. Und manchmal nicht mal da.
- Sonja Grammel
- vor 12 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Dein Körper liegt irgendwann im Bett.
Aber dein Kopf läuft weiter.
Gedanken.
Scrollen.
Videos.
Innerliche Gespräche.
Planen.
Sorgen.
Noch kurz irgendwas machen.
Viele Menschen merken gar nicht mehr, wie angespannt sie eigentlich sind, weil dieses Dauer an irgendwann normal wird.
Kennst du das?
Sobald es still wird, wird dein Kopf laut.
Du bist eigentlich müde.
Trotzdem machst du noch ein Video an.
Scrollst nochmal.
Räumst noch schnell irgendwas weg.
Checkst Nachrichten.
Einfach nur ruhig dazusitzen fühlt sich plötzlich fast unangenehm an.
Manchmal ist genau das der Punkt.
Nicht der volle Kalender.
Nicht die Arbeit.
Nicht mal der Stress allein.
Sondern dass dein System nie wirklich runterfährt.
Du sitzt auf dem Sofa.
Aber innerlich bist du immer noch unterwegs.
Ich kenne das übrigens auch.
Dieses Gefühl, immer noch irgendwas zu brauchen.
Input.
Ablenkung.
Beschäftigung.
Und irgendwann macht der Körper mit,
Schlechter Schlaf.
Innere Unruhe.
Schnell gereizt sein.
Müde sein und trotzdem nicht entspannen können.
Gedankenkreisen.
Dann denkt man oft, man müsste sich einfach besser entspannen können.
Oder sich noch mehr optimieren.
Ich kenne diesen Gedanken selbst:
Noch besser werden, noch mehr optimieren, dann wird es irgendwann leichter.
Aber ich glaube, genau das kann auch eine Sackgasse sein.
Denn die klaren Gedanken kommen oft erst, wenn es ruhig wird.
Wenn nicht ständig Input da ist.
Wenn der Kopf mal hinterherkommen kann.
Klarheit entsteht nicht immer dann, wenn wir noch mehr machen.
Sondern oft erst dann, wenn endlich wieder Ruhe da ist.
Manchmal muss man erst langsamer werden, um wirklich voranzukommen.
Du musst nicht noch mehr leisten, um dich irgendwann besser zu fühlen.
Dein System braucht nicht dauerhaft noch mehr Optimierung.
Sondern zwischendurch Momente, in denen du wirklich wieder bei dir ankommst.




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