Es ist ein Ende.
- Sonja Grammel
- 14. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Am Freitag hatte ich meinen letzten Termin in meinen alten Praxisräumen.
Und danach war ich traurig.
Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
Vor allem, weil die neuen Räume eigentlich toll sind.
Und trotzdem hat mich dieser Abschied getroffen.
Das hat mich kurz irritiert.
Weil ja eigentlich alles passt.
Es geht weiter.
Es wird gut.
Und dann habe ich gemerkt: Vielleicht ist das gar kein Widerspruch.
Vielleicht darf ein Abschied einfach schwer sein, auch wenn man weiß, dass das Neue besser ist.
Nicht, weil man zweifelt.
Sondern weil das Alte Bedeutung hatte.
Das waren meine ersten eigenen Räume.
Da ist viel passiert.
Nicht spektakulär.
Aber wichtig.
Und genau das nehme ich daraus mit.
Man darf traurig sein, auch wenn man weiß, dass es weitergeht.
Man darf zurückblicken, ohne stehen zu bleiben.
Und man darf sich auf das freuen, was kommt, ohne das Alte kleinzumachen.
Die Menschen, die wichtig sind, bleiben!
Und neue kommen dazu.
Der Rahmen ändert sich.
Nicht das, was trägt.
Vielleicht ist genau das der Punkt an solchen Übergängen:
Man merkt, dass etwas richtig ist und trotzdem nicht leicht.
Das Abschied nichts darüber sagt, ob man eine gute Entscheidung getroffen hat, sondern nur darüber, dass etwas wirklich eine Rolle gespielt hat.
Und vielleicht reicht dieses Wissen manchmal schon aus, um weiterzugehen, ohne sich selbst zu übergehen.
Und das ist eigentlich alles.
Es war schwer, obwohl es richtig ist.
Und vielleicht ist genau das okay.





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