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Du erklärst, wie es dir geht – aber du fühlst es nicht. Warum sich nichts verändert, solange du im Kopf bleibst – und was passiert, wenn du wieder ins Gefühl kommst.

  • Sonja Grammel
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit


Du kennst das vielleicht:

Du erzählst jemandem, wie es dir geht.

Und während du redest, erklärst du.

Warum es so ist.

Was passiert ist.

Woran es liegen könnte.

Du bist klar.

Strukturiert

Nachvollziehbar.

Und trotzdem fehlt etwas.

Wenn ich dich dann frage: Was fühlst du gerade?

Dann wird es oft still.

Nicht, weil da nichts ist.

Sondern weil du den Zugang verloren hast.

Du hast irgendwann gelernt, nicht mehr zu fühlen.

Nicht bewusst.

Sondern weil es zu viel war.

Also hast du eine Lösung gefunden:

Ich funktioniere.

Ich halte das aus.

Ich gehe da nicht rein.

Ich bleibe lieber in der Kontrolle.


Und ja das hat dich getragen.


Du sollst ein Gefühl benennen und plötzlich erklärst du

Wenn ich dich frage: Was fühlst du gerade?

Dann kommt oft keine Antwort.

Oder etwas, das sich wie eine Antwort anhört, aber keine ist.

Du erklärst.

Du erzählst, was passiert ist.

Du beschreibst die Situation.

Du gehst in den Kopf.

Aber das ist kein Gefühl.

Gefühle sind nicht:„Ich glaube…“

„Ich denke…“„Es ist so, weil…“


Gefühle sind viel einfacher.

Traurig.

Wütend.

Angespannt.

Unsicher.

Leer.

Mehr nicht.


Und genau da zeigt sich der Abstand

Nicht, weil du es falsch machst.

Sondern weil dein Kopf schneller ist.

Er will verstehen.

Einordnen.

Kontrolle behalten.

Fühlen ist ungewohnt.

Und oft auch unsicher.


Und genau da wird es schwierig und gleichzeitig wichtig

Ich arbeite nicht mit Erklärungen.

Ich arbeite mit dem, was du gerade fühlst.

Was gerade da ist.

Was sich zeigt.

Und wenn du sagst:„Ich fühle nichts“, dann ist genau das unser Ausgangspunkt.

Wir gehen nicht sofort tief.

Wir fangen da an, wo du gerade bist.

Manchmal ist da am Anfang nur:

Ein Druck.

Eine Unruhe.

Ein „ich weiß nicht“.

Das reicht.


Wenn dein Körper irgendwann streikt

Gefühle verschwinden nicht.

Wenn du sie nicht fühlst, bleiben sie im System.

Im Körper.

Im Nervensystem.

In Spannung.

Und irgendwann zeigt sich das:

Unruhe.

Daueranspannung.

Erschöpfung.

Manchmal auch körperliche Symptome,für die es keine klare Ursache gibt.

Nicht, weil dein Körper kaputt ist.

Weil er übernimmt,was du nicht fühlst.


Mein Gedanke dazu

Ich sehe das jeden Tag.

Du kannst alles verstehen und trotzdem nichts verändern.

Weil Veränderung nicht im Kopf passiert.

Sondern da, wo du dich wieder spürst.

Und genau da setze ich an.

Nicht mit Druck.

Nicht mit „du musst jetzt fühlen“.

Sondern Schritt für Schritt.

Auch dann, wenn du am Anfang sagst:

„Ich fühle nichts.“

Beginnt genau da der Weg.

 
 
 

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